Kunst

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Kunstförderung

Bildersammlung der Stiftung, Ausstellungen

Die Förderung des Kulturlebens kann sich nicht nur auf die Musik und den Denkmalschutz beschränken, sondern muss auch die bildende Kunst einschließen. Aus der Tradition der Farbenfabrik Dörken lag es nahe, Kunst zu fördern, die sich mit dem Phänomen Farbe auseinandersetzt. 

In enger Zusammenarbeit mit dem „Karl Ernst Osthaus Museum“ in Hagen und dem „Museum am Ostwall“ in Dortmund und unterstützt durch einen eigenen Kunstbeirat wurde seit 1994 eine Sammlung zeitgenössischer Bilder zusammen getragen. Auf Vorschlag der Museen und nach Genehmigung durch den Kunstbeirat wurden pro Jahr jeweils drei bis vier Werke angekauft und den Museen als Dauerleihgabe überlassen. Die Künstler nutzen häufig die Farbe nicht nur als Medium, um Bildinhalte wie Landschaften oder Häuser darzustellen, sondern verwenden die Farben selbst, um durch Runsen oder Wülste, Pinseleinsatz oder Spachtel ihren Intentionen Ausdruck zu verleihen. Im Jahre 2004 wurde die Sammlung in einer großen Doppelausstellung in Dortmund und Hagen in ihrer Gesamtheit gezeigt. Die Ergebnisse der ersten 10 Jahre sind in einem Katalog dokumentiert, in dem nicht nur die Philosophie der Stiftungssammlung näher erläutert wird, sondern in dem sich auch zu jedem einzelnen Bild erklärende Texte finden. 

Der Weg bis in ein Museum ist für junge bildende Künstler oft genauso lang wie der für Musiker auf eine große Bühne. Daher kauft die Stiftung – allerdings mit dem Schwerpunkt auf der Region – auch ohne Vorschlag der Museen Kunstwerke an, um so den Künstlern Mittel zur Verfügung zu stellen für eigene Kataloge und Ausstellungen. Beispiele solcher Werke sind immer im Foyer des Werner Richard Saales sowie den Nebenräumen zu sehen.

 

Ausstellungen, Sonstige Aktivitäten

Auch wenn der Schwerpunkt der Kunstförderung auf der eigenen Sammlung und ihrer Erweiterung liegt, so sind die weiteren Aktivitäten ebenfalls wichtig.

Bilder der Stiftung ergänzen oft auch Ausstellungen anderer Museen. So waren gleich zwei Werke der Stiftungssammlung in der großen Ausstellung “munch revisited” in Dortmund zu sehen. Auch Sally Webers großes Hologramm”Signature of the Source” wurde als Auftragsarbeit für den Brunnenhof des Karl Ernst Osthaus-Museums ermöglicht.

Seit mehr als 10 Jahren trägt die Stiftung die Ausstellungsserie „Transzendenz im Augenschein“ der Katholischen Akademie in Schwerte. Hier werden nicht nur aktuelle Künstler präsentiert, sondern es wird immer auch der Frage nachgegangen, inwieweit sich heutige Kunst mit dem Leben und dem Glauben auseinandersetzt. Die mit der Ausstellung verbundenen Vorträge sind in einem Sammelband veröffentlicht worden, der die ersten zehn Ausstellungsjahre umfasst.

Die Stiftung ermöglicht auch weitere Ausstellungen in der Region, wie zum Beispiel in der Ruhrgalerie in Herdecke oder auf Gut Schede bei Wetter. Oft werden die Eröffnungen dieser Ausstellungen durch Stipendiaten der Stiftung musikalisch begleitet.

Gemeinsam mit dem Ennepe-Ruhr Kreis werden Ausstellungen und Veranstaltungen organisiert, bei denen der Schwerpunkt stärker auf Werken regionaler Künstler liegt, um mit diesen Präsentationen Verständnis für die zeitgenössische Kunst zu wecken und die Bekanntheit der Künstler zu erhöhen.

Gemeinsam mit dem Karl Ernst Osthaus-Museum wurden aber nicht nur Bilder angekauft, sondern es wurde eine umfangreiche Dokumentation zu Positionen nichtgegenständlicher Malerei unter dem Titel “Die Farbe hat mich” finanziert. In diesem Projekt setzten sich die Künstler mit jeweils einer Farbe in mehreren Ausstellungsorten auseinander.