Die Dr. Carl Dörken Galerie öffnet ihre Tore

- Die Dr. Carl Dörken Galerie wird am 6. März 2010 als Beitrag zur „Local Heroes“ - Woche Herdeckes im Rahmen des Kulturhauptstadt-Jahres RUHR.2010 vor 250 geladenen Gästen offiziell eröffnet. Die Eröffnung für das breite Publikum findet am Sonntag, dem 7. März im Rahmen eines Tages der offenen Tür statt.
In nur knapp einem Jahr Bauzeit entstand im Dachgeschoss einer historischen Industriehalle ein Ausstellungsraum für moderne Kunst.
Am 6. März 2010 wurde die Dr. Carl Dörken Galerie als Beitrag zur „Local Heroes“ - Woche Herdeckes im Rahmen des Kulturhauptstadt-Jahres RUHR.2010 offiziell eröffnet. In dem neuen Ausstellungsraum, der im Dachgeschoss eines fast 100 Jahre alten Industriegebäudes entstand, zeigt die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung in wechselnden Ausstellungen ausgewählte Beispiele ihrer Sammlung. Die Eröffnungsausstellung zeigte unter anderem Werke von Franz Gertsch, Otto Piene und Jürgen Partenheimer.
In nur knapp einem Jahr Bauzeit wurde aus einer „Rumpelkammer“ auf dem Dachboden einer Industriehalle auf dem Gelände der Ewald Dörken AG, Herdecke, ein moderner Ausstellungsraum, in dem die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung permanent große Teile ihrer Kunstsammlung präsentieren wird. Die neue Galerie ist ein Beitrag zur RUHR.2010 und wurde auf rein private Initiative hin und ohne öffentliche Mittel gebaut. In Erinnerung an ihren zweiten Namensgeber Dr. Carl Dörken, dem Mitgründer einer Farbenfabrik, erwirbt die Stiftung seit 1994 Kunstwerke, die sich mit dem „Phänomen Farbe“ auseinandersetzen. Diese Bilder stehen den Museen in Hagen, Dortmund und Münster als Dauerleihgaben zur Verfügung. Mit einer zweiten Förderlinie kauft die Stiftung Kunstwerke regionaler Künstlerinnen und Künstler an, um das künstlerische Leben in diesem Umfeld zu dokumentieren. Mit den Kaufpreisen werden die häufig noch unbekannten Künstlerinnen und Künstler unterstützt, um Kataloge oder Ausstellungen finanzieren zu können. Insgesamt wurden in den 15 Jahren des Sammlungsaufbaus mehr als 150 Kunstwerke im Gesamtwert von deutlich über einer Million Euro angekauft. Etwa 80 davon sind in den Museen, die anderen in den Räumen der Stiftung untergebracht. Die meisten Werke werden dabei allerdings nicht permanent ausgestellt, sondern sind in den Depots der Museen und der Stiftung eingelagert. Kunst lebt jedoch von der Auseinandersetzung mit dem Betrachter. Deshalb entschloss sich die Stiftung mit großzügiger Unterstützung der Dörken-Gruppe, einen eigenen Ausstellungsraum zu errichten, in dem große Teile der Sammlung ständig gezeigt werden können.
Eine Symbiose von Kunst und Industrie
Das offene Dachgeschoss einer Industriehalle auf dem Werksgelände der Ewald Dörken AG schien mit einer lichten Höhe von rund 6,5 Metern für die geplante Galerie wie geschaffen. In den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde dieses Gebäude noch von Dr. Carl Dörken als ein aus Klinkern gemauerter Fabrikneubau in Auftrag gegeben. Später wurden vier Geschosse in das Gebäude eingezogen; der Dachboden blieb jedoch als ein lebendiges Industriedenkmal erhalten, das bis dahin allerdings nur als Abstellraum und Emballagenlager genutzt wurde. Eine Machbarkeitsstudie der Architekten Frielinghaus und Schüren aus Witten ergab, dass eine Umnutzung bautechnisch zwar einige Herausforderungen stellen würde, die aber durchaus zu lösen waren. Die Ewald Dörken AG erklärte sich bereit, den Raum mit Nebenräumen zunächst für 25 Jahre mit einer Verlängerungsoption kostenfrei zur Verfügung zu stellen.
Nach dem knapp einjährigen Umbau steht jetzt eine Gesamtfläche von ca. 450 Quadratmetern für Ausstellungszwecke zu Verfügung. Der Raum wird durch die restaurierten historischen Industriefenster in der Nord-, West- und Südwand belichtet. Mobile Ausstellungswände schaffen die nötige Variabilität für wechselnde Ausstellungen. Erreicht wird der Ausstellungsraum durch einen Aufzug oder eine Außentreppe hinter dem Werner Richard Saal. Diese Zugänge führen ins Dachgeschoss, wo ein Foyer sowie ein atemberaubender Blick über das Ruhrtal die Besucher empfängt. Auf derselben Ebene sind auch eine Teeküche sowie Abstell-, Depot- und Sanitärräume untergebracht. Der eigentliche Ausstellungsraum liegt eine Halbetage tiefer und kann vom Foyer wie von einer Empore aus überblickt werden. Der aus den Zeiten der industriellen Nutzung im Gebäude noch vorhandene Lastenaufzug wird in Zukunft für den Transport von Bildern und anderen Ausstellungsstücken genutzt.
Wechselausstellungen zeigen ganze Vielfalt
Die Vielfalt der Sammlung wird in wechselnen Ausstellungen dokumentiert. Das Phänomen Farbe in zeitgenössischen Werken findet sich jedoch stets wieder.
Grafik und alle Fotos: Frielinghaus Schüren Architekten










